Trivia: “Ein Gedicht”

Juli 25th, 2009 von Merlin

Da bin ich heute unterwegs, schaue mit meinem Handy kurz nach E-Mails, und siehe da: Wordpress meint, ich habe einen Pingback zu diesem Gedicht erhalten.

Wieder daheim bin ich natürlich neugierig: Wer hat mich da gepingbackt (böser Anglizismus? Na geht so…)? Etwa ein großer Kritiker? Werd ich berühmt?

Dem Kollaps nur kurz entkommen kam schnell die Ernüchterung: Nein, es war nur “The Vreshness Blog”. Naja, dachte ich, vielleicht sagen die wenigstens etwas konstruktives.

Doch auch die letzte Hoffnung starb in großer Enttäuschung. Der einzige Kommentar, ich zitiere:

Ich finds scheisse.

Wow, dachte ich, fast erschlägt mich der Gehalt dieses Blog-Eintrags. Natürlich, ich bin halt so, musste ich direkt Kommentieren. Mein Kommentar lautete:

Na, vielen Dank.
DAS nenn ich mal konstruktive Kritik. Machs besser ;)

Und prompt kam die Reaktion, zu lesen hier. Ein kleiner Ausschnitt:

Ich sag: “Deine Zauberstabgröße – 5 Zentimeter”
Er sagt: “Die Größe – warum kennt die jeder?”
Sein Schmalz in den Ohren ist dicker als Manuel Uribe
Am liebsten macht er täglich mit einer Kuh Liebe

(Quelle: “The Vreshness Blog”: Marco)

Nun, an Kreativität mangelt es dem Autoren sicherlich nicht. Im Zuge der dichterischen Freiheit möchte ich hier nicht das Versmaß oder die Reimwahl erörtern. Doch ein Kommentar: Ich finds Interessant! Ein paar Anspielungen sind in diesem Gedicht zu finden, aber das ist ja nicht weiter schlimm.

Um mein Niveau zu wahren werde ich übrigens kein Kontergedicht verfassen.

Nun, das war die Abendnovelle. Oder Morgennovelle, ist ja schon früh!

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Gedicht: Bushaltestellenromantik

Juli 23rd, 2009 von Merlin

Bushaltestellenromantik

Ein Gedicht von Merlin Steuer, geschrieben am 23.07.2009

Mensch, das war ein langer Tag,

Ganz genau wie ichs nicht mag.

Später komm ich erst zur Ruhe,

Schau nun erstmal auf die Uhr.

Schock.

Spät.

Rennen.

Bushaltestelle. Bus schon weg.


Nunja, kann ich mich erstmal setzen.

Gleich neben mir, da fliegen Fetzen.

Zwei Kerle, im Kopf nicht mehr als Bier,

Schlagen um ‘ne Freundin hier.

Rumms.

Schlag.

Schrei.

Der eine kippt. Der andere rennt.


Plötzlich kommt ein Mädchen her,

Mein Atmen stockt gar mehr und mehr,

Ein Sonnenschein am düst’ren Abend,

Ich sitz da, an der Schönheit labend.

Wow.

Hammer.

Handynummer.

Ihr Bus kommt. Schade.


Zum Glück kommt meiner auch recht bald.

Ich fahre durch nen dunklen Wald.

In ‘ner Stunde bin ich da.

Denk drüber nach, was heut ich sah…

Müde.

Platt.

Zähneputzen.

Ich leg mich schlafen. Gute Nacht!


KeinVerlag: Link

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